Geschichte

des Weinbaus in Löwenstein

Der Weinbau in Württemberg war bis zum Ende des 2. Weltkrieges mit wenigen Ausnahmen ein eher untergeordneter Betriebszweig der Landwirtschaft. Nur an Orten, die, bedingt durch Bodenverhältnisse und Geländeform, eine andersartige gewinnbringende Landwirtschaft nicht zuließen, wuchs der Weinbau schnell zur Haupterwerbsquelle der Bewohner heran.

Dies war auch in Löwenstein der Fall. Durch seine für die Bewohner beschwerliche Lage am oberen Rand des Sulmtales mit Höhenunterschieden von gut 300m, mußten im Ackerbau oftmals Hacke und Spaten den Pflug ersetzen.

So mußte von den Bewohnern Löwensteins ungleich mehr Arbeit für die Erzeugung derselben Menge an Nahrungsmitteln aufgewandt werden als unten im Tal. Ganz auszugleichen vermochten sie diesen Nachteil aber nie.

So ist es nicht verwunderlich, daß die Löwensteiner seit alters her eine enge Beziehung zum Weinbau haben. Ihr Wohlergehen war auf Gedeih und Verderb von seinen Erträgen abhängig.

Nicht zuletzt aus diesem Grund wurde die Winzergenossenschaft Löwenstein im Jahr 1939 gegründet.

Der Grundsatz dieser Betriebsform „Einer für Alle, Alle für Einen“ brachte den Menschen in solch schweren Zeiten den notwendigen Rückhalt, um diese zu überstehen.